
Hochtemperaturlacke, die hohen Temperaturen und korrosiven Medien standhalten. In der Hochtemperaturbeschichtungsindustrie werden üblicherweise Temperaturen von 100 °C bis 1800 °C verwendet. Die meisten Hochtemperaturlacke werden in Hochtemperaturlösungen hergestellt und müssen unter diesen Bedingungen stabile physikalische Eigenschaften aufweisen (kein Abblättern, keine Blasenbildung, keine Risse, kein Abstauben, kein Rosten, leichte Verfärbungen sind zulässig). Üblicherweise werden Silber oder Schwarz gewählt, da diese beiden Farben relativ beständig sind und bei hohen Temperaturen nicht leicht verblassen. Titandioxid zeichnet sich durch hervorragende thermische Stabilität aus: Es ist bis 350–400 °C farbbeständig, verfärbt sich bis 600 °C leicht bräunlich und nimmt bis 1200–1300 °C eine irreversible dunkelbraune Farbe an.
Die Hitzebeständigkeit von Zinkoxid in Weißpigmenten liegt bei 250 bis 300 °C, Lithopon ist für langfristige Hitze bei 250 °C geeignet.
Bei schwarzem Pigment führt eine langfristige Hitzeeinwirkung auf Ruß bei 250 °C, jedoch nicht bei Temperaturen über 300 °C, zum Farbverlust. Graphitpulver und Mangandioxid weisen hingegen eine Langzeit-Hitzebeständigkeit bis 300 °C auf.
Das rote Pigment in rotem Eisenoxid und Cadmiumrot bleibt bei 250℃ nach längerer Hitzeeinwirkung erhalten.
Gelbes Cadmium-Strontium hält langfristigen hohen Temperaturen nur bis 200℃ stand.
Veröffentlichungsdatum: 12. April 2023